Obst- und Gartenbauverein Sillenbuch e.V. FÜR DIE NATUR · MIT DER NATUR
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„Wissenswertes über den Grünspecht – Vogel des Jahres 2014“-

 

Die weit reichenden Laub-, Nadel- und Mischwaldungen mit reichlich stehendem Altholz, Parkanlagen, Alleen, Gärten, alte Obstkulturen und Streuobstwiesen bieten besonders den heimischen Spechten Brut- und Nahrungsraum.

Spechte sind dem Baumleben besonders angepasst mit kräftigem Schnabel, langer vorstreckbarer zackiger oder klebwirksamer Zunge, hart federndem Stützschwanz, Kletterfüßen mit langen, spitzen Krallen an den Zehen, einem wellenförmigen Flug und verschiedenen Rufreihen mit Lach- oder Kickslauten. Meistens sind sie auf Nahrungssuche in hohen Bäumen unterwegs, kommen aber auch zu Futterstellen in der Nähe von Menschen.

Die Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten und deren Larven sowie Sämereien, die an Bäumen, deren Rinde oder am Boden aufgenommen werden. — Weit schallt aus dem Forst im Frühling als Bestandteil des Gesangs zum Anlocken eines Partners oder zur Abgrenzung ihres Reviers das bekannte Trommeln auf klangvollen Hohlhölzern, Lichtmasten oder Feuersirenen.

Mit Ausnahme des Wendehalses hämmern sie selbst Löcher in meist schon hohle Weichholzbäume, die sie innen zu einer Bruthöhle zimmern. Meist werden mehrere Höhlen angelegt, das ganze Jahr über gegen Zuwachsen offengehalten und dem Weibchen zur Wahl des Brutplatzes angeboten oder dienen als Schlafplatz.

Weniger begeistert sind Hausbesitzer, wenn Spechte in der Wärmedämmung ihrer hohl klingenden Hauswand Nahrung erhoffen und diverse Löcher oder Hohlräume anlegen. Man muss stetige Präsenz zeigen, um die Spechte abzuwehren.

Der Stuttgarter Hobby-Ornithologe Reinhard Mache beschreibt mit selten gesehenen Lichtbildern das Leben von Schwarz-, Bunt-, Mittel- und Kleinspecht, wie sie im oberen Bereich der Bäume ihre Nahrung suchen, während Grau- und Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, eher als „Bodenpersonal" im Grasland oder auf der Streuobstwiese zur aktiven Nahrungssuche unterwegs sind.

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© Achim Zwierzynsky