Obst- und Gartenbauverein Sillenbuch e.V. FÜR DIE NATUR · MIT DER NATUR
Obst- und Gartenbauverein Sillenbuch e.V.     FÜR DIE NATUR · MIT DER NATUR

Gedanken zum 75jährigen


Vereinsjubiläum

 

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins,

zu unserer Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 75jährigen Bestehens unseres Obst- und Gartenbauvereins Sillenbuch möchte ich sie hier  recht herzlich begrüßen.

 

1937 wurde unser Verein gegründet.

 

Nach 75 Jahren wollen wir heute Rückschau halten auf das, was wir in dieser Zeitspanne gemeinsam erreicht haben. Wenn jetzt aber alles benannt werden sollte, was in den zurückliegenden Jahren geleistet und bewegt wurde und wer, wann, was in dieser Zeit für den Verein getan hat, würden wir wohl heute nicht mehr zum Feiern kommen. Deshalb will ich mit diesen Zeilen auf das Wesentliche beschränken und dennoch einen nachvollziehbaren Rückblick geben.

 

Wir können heute zurückschauen auf eine große Anzahl von Aktivitäten des Vereins, auf viele schöne Stunden, die wir in froher Gemeinschaft erlebten und auf zahlreiche Projekte, die zur Verschönerung des Stadtbildes und Erhöhung der Lebens-qualität unserer Bürger und Gäste beigetragen haben.

Unsere Aktivitäten sind orientiert an Leitlinien zur Förderung der Gartenkultur mit Aufgaben zur Landschaftsentwicklung, Landschaftsgestaltung und Landschaftspflege. Ebenso ist uns die Förderung des Liebhaber-Obstanbaus als Beitrag, die uns umgebende Landschaft prägend zu gestalten, sehr wichtig.

In den 75 Jahren seines Bestehens hat der Verein durch seine Tätig­keit den Obst- und Gartenbau in Stuttgart-Sillenbuch nachhaltig ge­fördert. Unseren Leistungen ist es mit zu verdanken, dass auf Markung Sillenbuch die freie Landschaft fachge-recht gepflegt wird und grün geblieben ist.

Gut gepflegte Hausgärten, Obst- und Gartengrundstücke erfreuen nicht nur den Besitzer, sondern auch viele andere Bürger und Besucher unserer Stadt.

 

Unser Einsatz gilt ebenso der Förderung aller Aktivitäten zur Ortsverschönerung, der Heimatpflege und der Bewahrung von Brauchtum und Tradition.


Im Zusammenhang mit dem Bau eines Regenrückhalte-beckens im alten Ortsteil von Sillenbuch  wurde die Möglichkeit genutzt, die Tuttlinger Straße im Einmündungs-bereich „Schmidgässle“ neu zu gestalten. So entstand nach Plänen von verschiedenen städtischen Ämtern unter Mitwirkung unseres Vereins und des Bürgervereins Riedenberg/Sillenbuch ein beschauliches Plätzchen zum Verweilen und Genießen.

Von hier haben Ruhesuchende, Wanderer und auch wir Sillenbucher einen bezaubernden Blick hinein in die Häuserzeile des alten Sillenbuch mit direktem Blick auf das 1907 erbaute alte Rathaus. Dieses beschauliche Plätzchen wurde 2007 feierlich eingeweiht und wurde nach unserem Oberbürgermeister Rommel und seiner Frau Liselotte benannt. Ein Jahr später entstand gleich gegenüber dem Lieselotte und Manfred Rommel Platz unser Dorfbrunnen. Jetzt haben wir eine Dorfmitte im alten Ort von Sillenbuch und zur Weihnachtszeit glänzt nicht nur die am Dorfbrunnen stehende Tanne im Lichterglanz, sondern auch der Dorf-brunnen ist geschmückt mit einer einzigartigen Weihnachts-krippe. Die „Töpfergruppe“ um Sybille Lochmann hat in Handarbeit und mit viel Liebe, Genauigkeit und Einsatz die einzelnen Figuren geformt.  Solch eine Krippe finden wir nur in Sillenbuch.

Diese von uns geleisteten Beiträge für die Bewahrung von Tradition, Brauchtum und Heimat werden auf Jahrzehnte hinaus nachwirken und sind so von unschätzbarem Wert.

Für all diese Arbeiten hat der Verein mehrere Tausend DM/Euro ausgegeben.  

 

Da sind auch Fördermittel aus dem Stadtbezirk eingeflossen  und so manche DM und mancher Euro unserer Mitglieder. Herzlichen Dank! Sie sehen, ihr Geld ist gut angelegt.

 

Des Weiteren ist der Verein in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Vogelschutz und Vogelkunde seit nunmehr über 10 Jahren im Vogelschutz aktiv. Beide Vereine betreuen auf der Gemarkung Sillenbuch und im Botanischen Garten der Universität Hohenheim insgesamt 400 Nisthilfen – aufgeteilt in 4 Vogelschutzstrecken zu je 100 Nisthilfen.


In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Riedenberg-Sillenbuch und der Lokalen Agenda Sillenbuch ist mit der Aufbereitung und Aufarbeitung eines historischen Themas „Die Gemarkung Sillenbuch und seine Grenzen – „Die Grenz=Steinbeschreibung von 1825“ ein großartiges und nachhaltiges Projekt für die Stadtteilgeschichte von Sillenbuch gelungen. Darüber hinaus konnten wir  als Herausgeber vieler Broschüren und Bücher zur Ortsgeschichte von Sillenbuch einen wesentlichen Beitrag für die Ortskultur- und Ortsgeschichte beitragen. Verschiedene Ausstellungen in der Galerie im Wohnstift Augustinum und im Bezirksrathaus Sillenbuch waren wichtig, allen Bürgerinnen und Bürger die Ortsgeschichte näher zu bringen.

 

Und der Stadtbezirk sieht hoffentlich auch, dass wir nicht nur gute Vorschläge für die Verbesserung des Stadtbildes und wohlgemeinte Ratschläge einbringen – die längst nicht immer willkommen sind, sondern selbst das Potenzial haben und nutzen, so manches umzusetzen, um Werte zu schaffen.

 

Unschätzbar wertvoll sind immer wieder die übers Jahr stattfindenden regelmäßigen Veranstaltungen des Vereins, die der Geselligkeit dienen und die Zusammengehörigkeit der Mitglieder fördern.


Liebe Freunde, wir können heute feststellen:

Dank der zahlreichen Aktivitäten findet unsere Vereinsarbeit selbst über die Grenzen des Vereins hinaus immer wieder Beachtung und Anerkennung. Vieles könnte noch berichtet werden, manches wurde bereits in den zahlreichen Rundschreiben erwähnt. Einige unter uns werden gar enttäuscht sein, weil ihr Engagement unbenannt blieb. Seien Sie bitte nachsichtig.

Doch allen, die die Arbeit unseres Obst- und Gartenbauvereins Sillenbuch in den vergangenen 75 Jahren mitgetragen haben - sei es durch Rat und Tat oder durch ihren Mitgliedsbeitrag und ihre Spenden - sei herzlichst gedankt. Ohne ihre Beteiligung wäre das alles, worauf wir heute mit Stolz zurückblicken können, nicht möglich gewesen.

Insbesondere möchte ich mich bei meinen Mitstreiterinnen im Vorstand bedanken mit Heide Hermann, Hildegard Dürr und Christine Lau. Sowie meinem Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Beirat mit Erwin Beck, Werner Dürr, Helmut Hermann, Walter Hermann, Ilse Heimsch, Peter Lau, Thomas Schulze und Gisela Zwierzynsky.

Ich danke für die gute, und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie für die bereitwillige Übernahme der zahlreichen Aufgaben. Ich wünsche auch weiterhin viel Freude und Energie für den alltäglichen Kleinkram und für die nächsten Projekte.

 

Gemeinsam danken wir ihnen allen, dass sie dem Verein als Mitglieder die Treue halten und uns in unserer Arbeit unterstützen. Wünschen wir dem Verein viele weitere erfolgreiche Jahre und stets engagierte Mitglieder, die mit großer Freude dabei sind.

 

 

 

 

Achim Zwierzynsky

1. Vorsitzender

 

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